Das Land


Eriador (Sindarin für ‚Einsames leeres Land‘) bezeichnet ein Gebiet im Nordwesten von Mittelerde.

Die Lande Eriadors erstreckten sich in Ost-West-Richtung von den Hithaeglir, den Nebelbergen, etwa 750 Meilen bis hin zu den Osthängen der Ered Luin und in Nord-Süd-Richtung von der Höhe der Eisbucht von Forochel bis hin zum Fluss Gwathló etwa 725 Meilen und umfasste demnach ein Gebiet von durchschnittlich 543.750 Quadrat-Meilen. Das Land wurde das Erste Zeitalter hindurch im Norden noch von den von Melkor aufgetürmten Ered Engrin begrenzt, reichte jedoch in späteren Zeiten bis zu den Nördlichen Öden Forodwaiths.

Eriador wurde vor allem von Mischwäldern dominiert, es gab alte Eichen-Wälder, vor allem in der Gegend des Grünberglandes bei Waldhof, genauso wie größere Bestände an Birken auf den Hängen der Grünberge und auch im Tal der Lautwasser in der Nähe von Bruchtal. Tannen-Wälder waren selten, fanden sich aber in besonders trockenen Gebieten im zentralen Auenland, Kiefern standen in größeren Forsten oberhalb von Bruchtal, daneben dominierten Buchen die Hügelwälder der Trollhöhen. An den Flüssen Eriadors wuchsen vor allem Ulmen und Erlen, diese fanden sich beispielsweise an der jungen Wässer. Ein alter Bestand an Weiden dominierte das Flusstal der Weidenwinde und auch die Flussniederungen des Weißquell. Hulstbäume waren in Eriador eher rar, wuchsen aber in größerer Anzahl in Eregion. Gewächse, die vor allem von den Völkern Eriadors zur Nahrungsproduktion genutzt wurden, waren vor allem wildwachsende Haselnusssträucher, Pilze, Blaubeersträucher, Erdbeerpflanzen, verschiedene Obstbäume, Kartoffeln, Kohl und Getreide. In Eriador gab es viele wildwachsende Wiesen, auf denen Pflanzen, wie Schierling, Eberwurz, Wilde Petersilie, Nesseln und Disteln wuchsen. An Blumen gab es in Eriador unter anderem Vergissmeinnicht, Löwenzahn, Kapuzinerkresse, Löwenmaul und Sonnenblumen. Wie im Bereich Flora, war die Fauna Eriadors wohl auch vielfältig, vergleichbar tatsächlich mit dem nordwestlichen Europa. Die Wälder wurden dominiert von kleinen bis mittelgroßen Säugetieren, wie Füchsen oder Dachsen, es gab in Gewässernähe Kleinräuber, wie Otter, oder Reptilien, wie Ringelnattern und Amphibien, wie Kröten, sowie Frösche, nach denen der auenländische Ort Froschmoorstetten benannt war. Im Bereich der Vögel werden im Speziellen Wasservögel erwähnt, wie zum Beispiel Schwäne und Eisvögel, die an der Weidenwinde lebten.

In Eriador lebten viele Völker, zumindest im Dritten Zeitalter friedlich nebeneinander. Elben, Menschen, Hobbits und Zwerge. Eriador kann sicherlich in dieser Zeit nicht unbedingt als Einheit beschrieben werden, eher als Ansammlung von Siedlungen und kleinen Dörfern. Zumindest im Binnengeschäft handelten die Menschen, Hobbits und Zwerge untereinander. Das anscheinend als einheitliches in der Gegend um das Auenland und Bree anerkannte Zahlungsmittel war Gold und Silber, wobei zumindest letzteres in Münzform verwendet wurde. Gehandelt wurden mit vielerlei Erzeugnissen, zum Erwerb dieser Waren gab es wohl in allen Dörfern Märkte, wie den Freimarkt zu Michelbinge. Mit ihrer wechselhaften Vergangenheit konnten die meisten Bewohner Eriadors im Dritten Zeitalter kaum noch etwas anfangen.

Alte Waffenbestände aus kriegerischen Zeiten wurden, wie im Auenland im Museum ausgestellt oder dienten als Wandschmuck und Aufzeichnungen aus jenen Tagen wurden nur selten studiert da die Eriadorer entweder nichts damit anfangen konnten oder die fremden Sprachen nicht verstanden. Tatsächlich waren Schreiben und Lesen im Auenland und Breeland nicht selbstverständlich und die elbischen Sprachen wurden nur von sehr wenigen verstanden, ausgenommen natürlich den Elben Bruchtals. Während die Zwerge der Blauen Berge einfache Schmiede blieben, entwickelte sich in Zentral-Eriador ein starkes soziales Netzwerk. Tatsächlich hatte diese Gegend kulturell gesehen kaum noch etwas mit den fast mittelalterlichen Zuständen in den Süd-Königreichen, wie Gondor und Rohan zu tun. Ritterlichkeit war dort noch mehr wert als Tugenden, wie Verstand, Großmut, Geduld und Charakterstärke, welche im zentralen Eriador ein höheres Gewicht hatten. Eine Religion übten den Bewohner Eriadors niemals aus. Hohe Feiertage galten der Natur, etwa die Sommer- oder Wintersonnenwende, welche mit Festgelagen und Freudenfeuern gefeiert wurde. Ein stehendes Heer existierte nach dem Zusammenbruch des Nordkönigreichs ebenfalls nicht mehr, in Notfällen fand eine spontane Mobilmachung der Bevölkerung, wie etwa im Auenland der Auenland-Heerschau statt. Schutz gaben die von den Eriadorern so genannten Waldläufer, ein Überrest der Dúnedain des Nordens, die zumeist im Verborgenen die Bewohner der friedlichen Siedlungsgebiete vor Eindringlingen schützten.

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